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Schneelaterne selber bauen. So geht es!


Eine Schneelaterne (auf finnisch lumilyhty) ist eine hohle Konstruktion, die häufig aus Schneebällen gebaut wird und in die ein bis zwei Kerzen gestellt werden. In Finnland wird die Schneelaterne traditionell aus Schneebällen, in mehreren Schichten, die in einem Kreis gestapelt werden, gebaut. Für die Kerze kann oben eine Öffnung bleiben, man kann die Schneelaterne jedoch auch in Form eines Iglu – das heißt oben geschlossen – bauen. Wer eine geschlossene Laterne baut, kann an der Seite eine Öffnung für die Kerze lassen oder aber die oberen Schneebälle nur locker auflegen, damit sie später leichter abgehen.

Die Laterne aus Schnee wird meistens zur Dekorationszwecken gebaut und zudem macht der Bau viel Spaß. Besonders schön ist die winterliche Aktivität mit Kindern, weil man das gemeinsame Werk oft mehrere Tage oder gar Wochen bewundern kann.

Je nach Laternengröße und Schneequalität dauert der Bau der Schneelaterne ca. 30-45min. Die Bälle werden möglichst rund geformt und etwas zusammengedrückt, damit sie ihre Form behalten. Die Schneebälle dicht aneinander setzen und einen Kreis bilden. Die Schneebälle der nächsten Reihe immer in die Lücken der vorherigen Reihe legen, also zwischen zwei Schneebälle. So entsteht eine versetzte Struktur mit Lücken für das Kerzenlicht.

Schneelaterne mit Licht
In die Mitte der Schneelaterne kann auch eine Lichterkette oder ein elektrisches Licht gestellt werden.

Gute Wetterkondition für den Bau von Schneelaternen

Ganz klar wird Schnee für den Bau einer Schneelaterne benötigt. Der Schnee sollte nicht zu trocken und auch nicht zu nass sein, damit stabile Bälle daraus geformt werden können. Die Größe der Schneebälle bleibt einem selbst überlassen. Fallen die Bälle sehr leicht auseinander, kann der trockene Schnee mit ein wenig Wasser befeuchtet werden. Zu feuchter Schnee kann wiederum mit trockenem Schnee vermischt werden, falls welcher vorhanden ist.

Damit die Laterne möglichst lang hält sollte sie nicht zu nah an die Hauswand oder an sonstigen wärmeren Stellen gebaut werden. Regen und zu warme Wetterverhältnisse (ab ca +4°C) zerstören eine Schneelaterne sehr schnell. Sie kann aber einfach und schnell wieder repariert werden.

Für den Bau empfehlen wir eine möglichst wasserfeste Hose, damit man sich in den Schnee hinsetzen kann. Gute Handschuhe schützen die Hände vor der Kälte. Hier empfehlen wir Wollfäustlinge, die nicht so schnell nass werden und die Finger angenehm warm halten. Dafür haben wir handgemachte Wollfäustlinge aus Finnland parat!

Schneelaterne
Diese handgemachten Wollhandschuhe aus Finnland halten die Hände trocken und warm.

Was für ein Licht kommt in die Schneelaterne?

Steht die Laterne geschützt vom Wind, reichen 1-2 normale Kerzen mit einer längeren Brenndauer aus. Die Laterne sollte an einer sicheren Stelle stehen, damit kein Brand entstehen kann (z.B. auf einem Steinboden). Beim starken Wind hilft eine Grabkerze oder ein improvisierter Glasbehälter (z.B. leere Glasdose ohne Deckel).

Alternativ kann auch eine Lichterkette oder ein elektrisches Licht rein. Die Batterien/der Akku sollten dann vor Feuchtigkeit geschützt werden, damit sie nicht kaputt gehen.

Kreativ mit der Schneelaterne werden

  • Lebensmittelfarbe ins Wasser geben und mit dem Schnee vermischen. Bunte Schneebällchen aus der Masse formen
  • An ein paar Stellen in der Laterne Schneebälle durch Eisstückchen ersetzen
  • Andere Formen aus den Schneebällen bauen (umso kälter das Wetter, desto schneller stabilisiert sich die Schneekonstruktion)

Wusstest du, dass die lieben Mumins im Winter auch Schneelaternen gebaut haben? Viel Spaß wünschen wir beim Winterspaß!

Schneelaterne
Eine offene Schneelaterne mit Eisstückchen

Weitere Beiträge über Finnland und leckere nordische Rezepte findet ihr in unserem Blog!